Wärme oder Kälte?
Wissenswertes:
Therapieren mit Wärme oder Kälte
Wohlige Wärme oder erfrischende Kälte – womit fühlen Sie sich wohler? Die persönliche Vorliebe kann ein guter Indikator dafür sein, welche Form der Thermotherapie besser für Ihre Beschwerden geeignet ist. Denn die Temperatur-Behandlung funktioniert auf zwei Arten: als Wärmetherapie und Kryotherapie.
Beide werden erfolgreich gegen Gesundheitsbeschwerden eingesetzt: Wärme löst mit ihrem entspannenden Effekt zum Beispiel schmerzhafte Verkrampfungen, Kälte hingegen wirkt durchblutungsmindernd, kann Schwellungen vermindern und Entzündungen schwächen.
Wer eine gute Körperwahrnehmung hat, spürt nicht selten instinktiv, welche Form der Thermotherapie ihm in der aktuellen Situation gut tut. Sicherer ist jedoch, die Wirkweisen und Hintergründe genauer zu kennen. So können Sie Ihre Schmerzen ebenso sanft wie wirkungsvoll bekämpfen.
Schmerzlinderung mit Wärme
Die häufigste Ursache für Ischialgie ist ein Bandscheibenvorfall oder die Vorstufe davon, eine Bandscheibenvorwölbung. Der Vorgang dabei ist folgender: Die Bandscheiben liegen als Polster zwischen den einzelnen Wirbeln und bestehen aus einem weichen Gallert-Kern. Um diese Masse herum liegt ein Ring aus Knorpel. Bei der Bandscheibenvorwölbung verrutscht der Gallert-Kern, beim Bandscheibenvorfall durchbricht er den Knorpelring. Die weiche Masse drückt dann auf den benachbarten Ischiasnerv, der sofort Schmerzsignale an das Gehirn sendet.
Wärme bei Rückenschmerzen
Ischias-Schmerzen, medizinisch auch Ischialgie genannt, sind ein Zeichen dafür, dass der Nerv eingeklemmt, irritiert oder entzündet ist. Dies kann durch eine Verschiebung oder Verletzung in der Wirbelsäule passieren. Auch Muskelverspannungen im Gesäß- oder Lendenwirbelbereich durch viel und langes Sitzen können den Nerv reizen. Selten, aber ebenfalls möglich, sind Reizungen durch Infektionskrankheiten, etwa Borreliose oder Gürtelrose. Die genaue Ursache selbst festzustellen, ist nahezu unmöglich, denn die Symptome sind immer dieselben. Für eine verlässliche Diagnose sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat suchen.
Wärme bei Nackenverspannungen
Haben Sie schon einmal vom Piriformis-Syndrom gehört? Es ist in den letzten Jahren stark in den Fokus gerückt, wenn es um Ischiasschmerzen geht. Der Name kommt vom Piriformis-Muskel, der verborgen unter dem großen Gesäßmuskel liegt und das Kreuzbein mit dem Oberschenkel verbindet. Ist dieser an sich weiche und dehnbare Muskel verspannt und dadurch verkürzt, kann er direkt auf den Ischiasnerv drücken und heftige Beschwerden auslösen. Auslöser für das Piriformis-Syndrom kann ein Sturz, eine Fehlhaltung oder auch eine Überlastung sein.
Wärme bei Arthritis und chronischen Schmerzen
Auch eine Spinalstenose, häufig auch Spinalkanalstenose genannt, kann Ihren Ischias-Schmerzen zugrunde liegen. Dabei ist der Kanal in der Wirbelsäule verengt. Dies erhöht den Druck auf Rückenmark, Blutgefäße und den Ischiasnerv. Er kann dadurch gereizt oder geschädigt werden, was heftige Beschwerden mit sich bringt. Die häufigste Ursache für die Spinalstenose ist der Wirbelsäulenverschleiß aufgrund von Alter oder starker Beanspruchung.
Wärme bei Menstruations-beschwerden
Schwangere leiden häufig unter Rückenschmerzen und oft gerät der Ischiasnerv in Verdacht, der Grund dafür zu sein. Dies ist aber häufig nicht der Fall – meist sind die allgemeinen Veränderungen der Schwangerschaft wie Gewichtszunahme und gelockerte Bänder für die Beschwerden verantwortlich. Dennoch sollten Sie die Schmerzen ernst nehmen und ärztlich abklären lassen, ob nicht doch etwas Behandlungsbedürftiges dahintersteckt.
Schmerzlinderung mit Kälte
"Schnell eine Spritze holen!" – ist das auch Ihr erster Gedanke, wenn der Ischias-Schmerz tobt? Unabhängig davon, dass bei starken Schmerzen ein Arztbesuch ohnehin ratsam ist, gibt es auch effiziente rezeptfreie Medikamente. Ihre Wirkweise ist meist, dass sie die Schmerzsignale reduzieren, die der Ischiasnerv an das Gehirn sendet. Verschiedene Inhaltsstoffe und viele Präparate sind auf dem Markt, und ein Gespräch mit dem Apotheker oder der Apothekerin hilft, das Passende zu finden. Bitte beachten Sie: Länger als drei Tage sollten Sie die Schmerzmittel ohne ärztliche Rücksprache nicht anwenden.
Kälte bei akuten Entzündungen
Ischias-Schmerzen gehen in den meisten Fällen vom Lendenwirbelbereich aus – dort, wo der Nervenstrang ansetzt. Im Gegensatz etwa zu einem Hexenschuss strahlen die Schmerzen in die Beine, oft bis übers Knie hinaus, manchmal sogar bis in die Füße. Möglich ist auch, dass Sie die Ausstrahlung ungleich stark bzw. nur auf einer Seite spüren. In jedem Fall ist sie ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich um Ischias-Schmerzen handelt. Bei einigen Symptomen sollten Sie umgehend ärztlichen Rat suchen. Dann nämlich, wenn Sie Lähmungen im Bein haben. Außerdem, wenn Taubheitsgefühle im Bein, an der Innenseite des Oberschenkels oder im Schambereich auftreten.
Kälte bei Sportverletzungen
Bei Ischias-Schmerzen denkt man häufig an Bandscheibenvorfall, und bei Bandscheibenvorfall häufig an Operation. Beides stimmt häufig nicht. Eine Operation, meist mikroinvasiv oder endoskopisch durchgeführt, ist in der Regel die allerletzte Option und wird erst nach umfassender ärztlicher Behandlung und Beratung durchgeführt. Meist liegt dann eine orthopädische oder neuronale Störung vor, die anders nicht behebbar ist. Aber selbst ein Bandscheibenvorfall kann ausheilen, und es gibt viele Alternativen zu einer OP.
Kälte bei Migräne
Bei Ischias-Schmerzen ist es wichtig, nicht zu erstarren und Fehlhaltungen vorzubeugen. Mit Krankengymnastik bzw. Physiotherapie lässt sich die verfestigte Muskulatur lockern, die Wirbelsäule stabilisieren und das gesamte System Rücken kräftigen. Häufig tritt die Wirkung nicht sofort ein, aber schon nach wenigen Therapiesitzungen spüren viele Patienten Linderung und nehmen wertvolle Anregungen für einen aktiveren Rücken im Alltag mit. Physiotherapie sollten Sie bei Ischias-Schmerzen nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden – verspricht sie in Ihrem Fall Erfolg, wird Ihnen die Therapie verordnet und Ihre Krankenkasse übernimmt die Kosten.
Wärme oder Kälte? Ärztlichen Rat einholen
So verschieden die Ursachen der Ischias-Schmerzen sind, so breit gefächert sind auch die Therapien. Eine Gemeinsamkeit haben sie jedoch alle: den Schmerz so schnell wie möglich zu lindern. Erstens, weil dies häufig die Voraussetzung für weitere Behandlungsschritte ist und zweitens, um zu verhindern, dass die Schmerzen chronisch werden und sich im Schmerzgedächtnis des Körpers festsetzen. Dann kann es nämlich passieren, dass Schmerzen auch dann noch auftauchen, wenn die Ursachen dafür längst behoben sind. Es ist also wichtig, sofort zu handeln, wenn die Ischias-Schmerzen zum ersten Mal auftreten. Das muss nicht bedeuten, gleich tiefgreifende Maßnahmen vorzunehmen, häufig helfen auch sanfte Methoden umgehend.
Produktinformation
Wärmetherapie für den oberen Rücken mit Finalgon®
Zum Produkt
Gegen Schmerzen im oberen Rücken gibt es ein bewährtes Mittel: Finalgon® Wärmesalbe DUO. Mit einer der Wirkstoffkombination aus Nonivamid und Nicoboxil aktiviert die Finalgon® Wärmsalbe DUO die körpereigene Wärmebildung und regt die Durchblutung an. Sie lässt sich von außen präzise auf die betroffene Körperregion auftragen und ruft dort ein entspannendes Gefühl hervor. Verspannungen im Schulter-, Nacken- und Brustbereich können so gezielt gelöst werden und es wird wieder für mehr Bewegungsfreiheit gesorgt.
Pflichttext
Finalgon® Wärmesalbe DUO
4 mg/g + 25 mg/g Salbe.
Wirkstoff: Nonivamid u. Nicoboxil.
Anwendungsgebiet: Zur Förderung der Hautdurchblutung bei Muskel- u. Gelenkbeschwerden; zur Behandlung von akuten Schmerzen im unteren Rückenbereich ohne Anzeichen eines neuropathischen Ursprungs; zur Förderung der Hautdurchblutung vor der kapillaren Blutentnahme, z. B. aus dem Ohrläppchen od. der Fingerkuppe.
Warnhinweis: Enthält Sorbinsäure und einen Duftstoff mit Allergenen (3-Methyl-4-(2,6,6-trimethylcyclohex-2-en-1-yl)but-3-en-2-on, Amylcinnamal, Amylcinnamylalkohol, Anisylalkohol, Benzylalkohol, Benzylbenzoat, Benzylcinnamat, Benzylsalicylat, Zimtaldehyd, Cinnamylalkohol, Citral, Citronellol, Cumarin, d-Limonen, Eugenol, Farnesol, Geraniol, Hexylcinnamaldehyd, Hydroxycitronellal, Hydroxymethylpentyl-cyclohexencarboxaldehyd, Isoeugenol, Lilial, Linalool, Methylheptincarbonat, Eichenmoos, Baummoos).
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Zentiva Pharma GmbH, 65927 Frankfurt am Main Stand: März 2023.