Verspannungen: Typische Ursachen im Überblick

Fakten über den Krampf im Kreuz

69 Prozent der Bevölkerung schmerzt das Kreuz gelegentlich.1 Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen sind die Beschwerden harmlos. Denn hinter 90 Prozent aller Rückenschmerzen stecken schlicht Verspannungen der Muskulatur. Das ändert aber nichts daran, dass der Alltag durch das Ziehen und Stechen im Rücken stark eingeschränkt und der Leidensdruck sehr hoch sein kann. Wichtig für die Vorsorge und Linderung von Rückenschmerzen durch Verspannungen ist es, die Ursachen der eigenen Beschwerden zu kennen.

Typische Auslöser von Verspannungen im Rücken

Wenn einzelne Muskeln oder Muskelgruppen dauerhaft überlastet werden, entwickeln sich Verspannungen. Denn dadurch, dass sich Muskeln langfristig zusammenziehen, werden sie schlechter durchblutet und verhärten sich. Die damit verbundenen Schmerzen setzen eine Kettenreaktion in Gang: Weitere Muskelgruppen werden angespannt, um die verkrampften Muskelbereiche zu entlasten und verhärten sich ebenfalls. Es gilt deshalb, die Auslöser möglichst frühzeitig auszuschalten. Typischerweise gehören einseitige Belastungen durch monotone Körperhaltungen (z. B. Computerarbeit), Fehlbelastungen (z. B. durch Highheels, Übergewicht oder das Tragen schwerer Handtaschen) und Bewegungsmangel dazu. Aber auch Zugluft, psychische Belastungen, falsche Hebe- und Tragetechniken oder eine verkehrte Matratze können die Ursache von Verspannungen sein.

Woher weiß ich, dass mein Rücken verspannt ist?

Typische Symptome von Verspannungen sind ziehende oder dumpfe, tiefliegende Schmerzen im Rücken. Diese können über das Gesäß in die Beine ausstrahlen oder auch im Bereich der Halswirbelsäule Schmerzen im Kopf und in den Armen mit sich bringen. Der betroffene Bereich ist verhärtet, fühlt sich taub und empfindungsarm an. Die Verspannungen können manchmal unter der Haut als Knoten ertastet werden. Wer davon betroffen ist, verfällt oft in eine ungesunde Schonhaltung und bewegt die verspannten Muskeln kaum noch. Weitere häufige Symptome der Verspannungen sind Durchblutungsstörungen in Händen und Füßen sowie leichte Schwindelanfälle.

Wie stellt der Arzt bei Verspannungen die richtige Diagnose?

Mediziner erkundigen sich im Patientengespräch nach Art, Dauer und Intensität der Rückenschmerzen. Fragen nach der allgemeinen Krankengeschichte, möglichen Auslösern und den Lebensumständen, wird der Experte ebenfalls stellen. Denn es geht ihm darum, kritische Faktoren im Alltag wie Bewegungsmangel, einseitige Belastungen oder Stress zu erkennen. Psychische Faktoren können vor allem für die Prognose von Bedeutung sein. Denn innere Anspannung ist ein häufiger Grund dafür, dass Rückenschmerzen chronisch werden. Anschließend tasten Ärzte die verspannten Muskeln ab und testen, welche Stellen druck- und schmerzempfindlich sind. Ob Fehlhaltungen vorliegen und inwieweit die Beweglichkeit eingeschränkt ist, wird der Arzt ebenfalls prüfen. Anhand seiner Diagnose stellt der Arzt fest, ob weitere Untersuchungen nötig sind (z. B. Röntgen-Aufnahmen), ob bestimmte Behandlungen erforderlich werden, oder ob es sich um unspezifische akute Rückenschmerzen handelt, die auch im Rahmen der Selbstmedikation behandelt werden können.

Wodurch verschwinden Verspannungen schnell?

Es gibt viele Möglichkeiten die Beschwerden zu lindern. Dazu gehören Schmerzmittel, Hausmittel sowie spezielle Rückenübungen. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, da sie chronischen Beschwerden vorbeugen kann.

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