Sportverletzungen am Rücken: Ursachen & was hilft

Wenn nach dem Sport der Rücken schmerzt

Dass Bewegungsmangel Rückenschmerzen verursachen kann, ist allgemein bekannt. In Ausnahmefällen können sich Rückenschmerzen aber auch erst nach dem Workout einstellen. Meist steckt dann eine sehr harmlose Sportverletzung dahinter, nämlich Muskelkater. Über die Ursache der Schmerzen gibt es verschiedene Theorien: Heutzutage werden aber vor allem winzige Verletzungen der Muskelfasern für die Muskelschmerzen verantwortlich gemacht. Vor allem bei Abbremsbewegungen, wie beim Bergabgehen, entstehen die winzigen Sportverletzungen leicht. In der Regel halten die Beschwerden höchstens sieben Tage an und verschwinden dann von selbst. Viele Sportler behandeln die Symptome frühzeitig mit Wärme. Denn diese regt die Durchblutung an und kann Muskelkater häufig lindern.

Wenn Sportverletzungen den Rücken betreffen

Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen sind häufige Sportverletzungen, die manchmal auch den Rücken- oder Schulterbereich betreffen können. Typische Ursachen für Prellungen sind vor allem Stürze. Denn durch den Aufprall werden Unterhautfettgewebe und Muskulatur gequetscht. Zerrungen sind hingegen meist die Folge eines unzureichenden Aufwärmprogramms. Aber auch eine ungewöhnlich starke Belastung kann die Sportverletzung verursachen. Verstauchungen betreffen im Rückenbereich vor allem das Schultergelenk. Eine Überdehnung ist dabei die Ursache für kleine Fasereinrisse am Kapsel-Band-Apparat. Die drei Formen der sogenannten stumpfen Verletzungen äußern sich typischerweise durch Schwellung, Bluterguss und Bewegungseinschränkung. Auch ein Druckschmerz ist ein klassisches Symptom dafür.

Stumpfe Verletzungen am Rücken richtig behandeln

Wenn die ersten Symptome spürbar sind, ist sofortige Schonung wichtig. Durch schnelle Kühlung, zum Beispiel durch ein Kühlkissen, breiten sich die Schwellung und der Bluterguss nicht so sehr aus. Das Kühlkissen sollte so lange aufgelegt werden, bis die Schwellung und die Schmerzen nachlassen. Dies kann mehrere Stunden dauern. Wichtig ist dabei, dass die Kälte nicht als unangenehm empfunden wird. Es kann deshalb sinnvoll sein, dass Kühlkissen in ein Handtuch einzuwickeln. Anschließend helfen Schmerzmittel sowie ein Verband. Wenn sich die Symptome verschlimmern oder nach drei Tagen noch nicht bessern, ist ein Arztbesuch ratsam. Befindet sich die Sportverletzung nahe der Wirbelsäule, sollte generell ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann Verletzungen an den Nerven ausschließen und hilfreiche Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden einleiten. Wenn die Heilungsphase nach etwa 48 Stunden abgeschlossen ist, kann Wärme die Symptome lindern. Sie regt die Durchblutung an, mindert Verspannungen im Muskel und beschleunigt die Heilung.

Auch die Faszien können schuld sein

Seit kurzem werden die Bindegewebshüllen der Muskeln, sogenannte Faszien, als Rückenschmerzursache in der Forschung diskutiert. Vor allem die Lendenfaszie, im Bereich der unteren Wirbelsäule, besitzt viele Nervenzellen. Verklebungen im Bindegewebe oder kleine Verletzungen der Lendenfaszie durch Überlastung können daher starke Schmerzen verursachen. Spezielles Faszientraining wird zur Linderung der Beschwerden empfohlen. Ein bis zwei Trainingseinheiten pro Woche reichen bereits aus, um die Elastizität der Faszien zu erhöhen, Beschwerden zu lindern und Verletzungen vorzubeugen.

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