Was Faszien sind & warum sie Rückenschmerzen auslösen können

Als Ursache von Rückenschmerzen werden zunehmend auch Erkrankungen der Faszien diskutiert. Bei Faszien handelt es sich um ein Netzwerk aus robustem Bindegewebe, das Muskeln und Organe im Körper umhüllt. So geben Faszien dem Körper Stabilität und Struktur. Neuen Erkenntnissen zufolge sind die Bindegewebshüllen keineswegs bloß leblose Strukturen. Stattdessen besitzen sie zahlreiche Nervenzellen, die Bewegungen wahrnehmen können und schmerzempfindlich sind.

Wichtige Faszien im Rücken

Die große Rückenfaszie erstreckt sich vom unteren Rippenbereich bis zum oberen Teil des Beckens. Sie ist die größte Faszie des Körpers und verleiht vor allem bei Beugebewegungen die nötige Stabilität. Die sogenannte Lendenfaszie stützt den unteren Rückenbereich und ist besonders schmerzempfindlich. Deshalb sind Veränderungen in dieser besonders unangenehm.

Das steckt dahinter, wenn Faszien erkranken

Bewegungsmangel sowie Fehlbelastungen können dazu führen, dass die Kollagenfasern der Faszien verkleben. Diese werden dadurch unflexibel und schränken den Muskel in seiner Bewegungsfreiheit ein. Außerdem können verklebte Faszien Nervenfasern einklemmen und dadurch Schmerzen verursachen. Forscher haben jetzt belegt, dass Stresshormone das Bindegewebe ebenfalls verändern können. Denn Adrenalin & Co. sorgen dafür, dass sich Faszien zusammenziehen und erstarren. Anspannung kann sich also im wahrsten Sinne auf das Bindegewebe sowie die Muskulatur übertragen und Rückenschmerzen verursachen.

Schäden im Bindegewebe wegmassieren

Rolfing nennt sich die Massagemethode, die speziell das Bindegewebe behandelt und Faszienbeschwerden lindern soll. Eine Faszien-Massage lässt sich aber auch selbst durchführen, z. B. mit einer sogenannten Faszienrolle. Tipp: Wenn jede Bewegung schmerzhaft ist, verschafft Finalgon® Wärmecreme Erleichterung. Bereits das Eincremen hat einen lindernden Massageeffekt auf verhärtete Faszien. Die natürlichen Inhaltsstoffe des Arzneimittels wärmen das Gewebe bis in die Tiefe, vertreiben Verspannungen und ermöglichen so ein schmerzfreies Faszien-Training.

Faszien-Training für zu Hause: zwei effektive Übungen mit der Faszienrolle

Die Lenden- und Rückenfaszie sanft massieren

Die Faszienrolle auf eine Gymnastikmatte legen. Dann so auf der Matte Platz nehmen, dass sich die Rolle unter den angewinkelten Beinen befindet. Die Unterarme etwas über schulterbreit auf die Matte legen. Dann langsam mit dem Gesäß auf die Faszienrolle bewegen, bis sich diese auf Höhe des Steißbeins befindet. Das Gewicht lastet auf der Faszienrolle und den Ellenbogen. Nun langsam mit den Beinen den Oberkörper in Richtung der Füße ziehen, so dass der untere Rücken über die Rolle gleitet. Die Arme auf der Matte leicht mit nach vorne ziehen, so dass die sich der Rücken weiter vorwärts bewegen kann. Langsam nach vorn gleiten, bis die Rolle den unteren Rippenbogen erreicht hat. Dann von vorn beginnen. Dreimal wiederholen.

Die Faszie im Nacken entkrampfen

Auf einen Stuhl setzen und den Hals nach vorn beugen, so dass eine leichte Dehnung spürbar ist. Dann die Faszienrolle an den Seiten mit beiden Händen greifen und auf Höhe des obersten Wirbels auf den Nacken legen, die mittige Einkerbung liegt dabei über der Wirbelsäule. Dann leichten Druck ausüben und die Rolle langsam entlang der Halswirbelsäule bis zu den Schultern nach unten rollen. Ebenfalls drei Wiederholungen.

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