Nie mehr Nackenschmerzen

20.08.09

Verspannt? Folgend finden Sie Tipps, die sofort helfen.

Schnell ist es passiert! Ein offenes Fenster im Schlafzimmer oder eine Fahrt im Cabrio – und schwups hat man einen steifen Nacken. Doch nicht nur Zugluft, auch langes Sitzen und falsches Liegen können zu Verspannungen führen. Wie Sie schön locker bleiben und Schmerzen schnell wieder in den Griff bekommen, lesen Sie hier.

Salben und Pflaster lindern die Schmerzen
Bei akuten Beschwerden helfen spezielle Pflaster oder Cremes und Salben mit Cayenne-Pfeffer aus der Apotheke. Sie fördern die Durchblutung. Der darin enthaltene Wirkstoff Capsaicin erregt kurzfristig die Schmerzrezeptoren, wodurch das Schmerzempfinden abnimmt. Aber Achtung: Verwenden Sie solche Haut reizenden Präparate nicht bei offenen Wunden.

Wärme entspannt die Muskulatur
Wenn die Muskeln verhärtet sind, hilft am besten Wärme. Sie kurbelt die Durchblutung an und entspannt die Partie. Für schnellen Erfolg sorgt ein Gelkissen, eine Wärmflasche, eine Rothlichtlampe oder eine so genannte heiße Rolle. Für Letzteres ein Handtuch zusammenrollen und in heißem Wasser tränken. Dann die heiße Rolle massierend auf die schmerzenden Stellen legen nach ca. 10 Minuten abrollen. Auch Wärmevollbäder mit heilenden Zusätzen wie Rosmarin und Lavendel lindern die Schmerzen und sorgen für Entspannung.

Massagen lockern Verspannungen
Probieren Sie diesen einfachen Trick aus: Suchen Sie den Schmerzpunkt im Nacken, und drücken Sie diesen mit dem Daumen oder den Fingerspitzen drei Minuten lang. Lassen die Schmerzen nicht nach, sollten Sie einen Masseur aufsuchen. Er kann verhärtete Stellen auflösen und dadurch verhindern, dass Sie auf Dauer ungünstige Schon- oder Fehlhaltungen einnehmen. Eine entspannende Alternative: Sie überreden Ihren Partner zu wohltuenden Streicheleinheiten. Ein Tipp für den Laien-Masseur: nur leicht und vorsichtig massieren. Unterstützend wirken durchblutungsfördernd Massage-Öle mit Melisse.

Bewegung fördert die Durchblutung
Nach neusten Erkenntnissen besteht zwischen Nackenschmerzen und den Augen- und Kopfbewegungen ein direkter Zusammenhang. Während wir als Kind automatisch den Kopf in die Richtung drehen, in die wir blicken, bewegen wir ihn mit zunehmendem Alter immer weniger, dafür die Augen umso mehr. Trotzdem sendet der Körper weiter Signale an die Nackenmuskulatur. Dadurch baut sich eine Muskelverspannung auf, die zu Schmerzen führt. Der Tipp deshalb: die Muskulatur möglichst viel bewegen. Geeignete Sportarten sind Rückenschwimmen sowie Nordic Walking, da dabei die obere Rückenmuskulatur beansprucht, die Halswirbelsäule aber nicht belastet wird. Und hier noch eine schnell Übungen für zwischendurch im Büro: rechte Handfläche an die rechte Kopfseite legen, Kopf gegen die Hand drücken. Die Spannung sieben Sekunden halten, dann die Seite wechseln. Hilft bei leichten Beschwerden.

Tipps zur Vorbeugung
Damit es gar nicht erst zu Nackenbeschwerden kommt, sollten Sie Folgendes beachten:

1. Rucksack
Tragen Sie keine schweren Schultertaschen. Sie belasten nicht nur Nacken und Schultern, sondern bringen den ganzen Körper in eine schiefe Position. Alternativen sind Rucksäcke vorausgesetzt, Sie benutzen beide Schultergurte und wählen ein Modell mit Brustriemen.
2. Schlafplatz
Sie schlafen ideal, wenn Ihre Halswirbelsäule entspannt und gestützt auf dem Kissen liegt und die Schultern leicht in die Matratze einsinken. Tipp: Für Seitenschläfer sind anatomisch geformte Nackenstützkisten ideal. Eine super Ergänzung dazu ist ein Matratze mit Schulterkomfortzone. Für Rückenschläfer ist ein niedriges Kissen günstiger – damit liegt die Brustwirbelsäule flach.
3. Fahrrad
Sie radeln gern und viel? Dann achten Sie darauf, dass der Lenker so eingestellt ist, dass Sie möglichst aufrecht sitzen. So bleibt die Nackenmuskulatur locker.
4. Seidenschal
Schützen Sie auch im Sommer Ihren Hals, z. B. mit einem leichten Seidenschal oder einem dünnen Halstuch. Außerdem: Wer viel schwitzt, z. B. beim Sport oder an einem besonders heißen Tag, sollte die Nackenregion öfter mit einem Tuch trocknen.
5. Entspannungsübungen
Wenn einem der Stress im Nacken sitzt, kann das auch zu Verspannungen führen. Lernen Sie z. B. die Muskelentspannung nach Jacobsen. Kurse gibt es in den meisten Volkshochschulen.