Was tun bei Rückenschmerzen?

12.03.09

Etwa 80% der Deutschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben unter Rückenschmerzen. Somit sind Rückenschmerzen der zweithäufigste Grund einen Arzt aufzusuchen.

Einseitige, falsche Belastungen und zu langes Sitzen am Arbeitsplatz, vor dem Fernseher oder im Auto, machen sich auf Dauer schmerzhaft bemerkbar. Sie schädigen nicht nur die Bandscheiben, auch die Muskulatur von Rumpf, Nacken und Schultern muss dann erhöhte Haltearbeit leisten. Ist die Muskulatur wenig trainiert, kommt es schnell zu Muskelverspannungen und Schmerzen. Erste Hilfe leisten Massagen und Rückengymnastik. Auch in der Apotheke erhältliche Wärmepflaster und –cremes versprechen Linderung. Durch gefäßerweiternde Substanzen, wie z.B. Cayennepfeffer-Dickextrakt regen sie die Durchblutung der Haut an und erzeugen so ein Wärmegefühl.

Langfristig gilt es aber in jedem Fall den Halteapparat der Wirbelsäule zu stärken, um Bänder und Bandscheiben zu entlasten. Hat man früher immer den geraden Rücken propagiert ist man heute kritischer geworden. Menschen, die nur auf ihre gerade Haltung achten und sich damit ihren natürlichen Bewegungsspielraum einschränken, scheinen auf Dauer anfälliger für Wirbelsäulenverletzungen zu sein. Viele Krankenkassen bieten in Kooperation mit Fitness- und Gesundheitszentren kostenlose oder bezuschusste Rückenkurse an.

Wenn Sie unter starken oder lang andauernden Rückenschmerzen leiden, sollten Sie aber in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann dann die nötigen Untersuchungen durchführen und eine spezielle Therapie einleiten.