Test: Welcher Rückenschmerz-Typ sind Sie?

Hinter unterschiedlichen Beschwerden stecken jeweils andere Ursachen.
Finden Sie heraus, was Ihr Problem ist – und was Sie tun können.

Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz. Beim einen tut's im Nacken weh, beim anderen im unteren Rücken. Manche Geplagte haben ständig Schmerzen, andere nur in bestimmten Situationen. Grund: Verschiedene Ursachen stehen hinter den Beschwerden. Experte Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga: „Es lassen sich drei Rückenschmerz-Typen ausmachen, die sich deutlich voneinander unterscheiden - und entsprechend unterschiedlich behandelt werden müssen.“
Folgenden Test empfiehlt Schneiderhan, um herauszufinden, zu welchem Typ man gehört.

TEST-FRAGEN

1. Wann treten Ihre Rückenschmerzen am häufigsten auf?

  1. einfach so
  2. bei Stress
  3. nach besonderer Anstrengung

2. Wie empfinden Sie Ihr persönliches Körpergefühl?

  1. ausgeruht
  2. angespannt
  3. energiegeladen

3. Was tun Sie gerne nach einem anstrengenden Tag?

  1. entspannt auf der Couch liegen
  2. nach der Arbeit spät ins Bettfallen
  3. Sport

4. Wie integrieren Sie Sport in Ihren Alltag?

  1. Ich entspanne mich lieber vor dem Fernseher oder bei einem guten Buch
  2. Ich treibe kaum Sport, finde in meinem stressigen Job/Alltag nicht die Zeit dafür
  3. Ich treibe viel Sport, gehe gerne an meine Grenzen

5. Was tun Sie, wenn Rückenschmerzen auftreten?

  1. unnötige Belastung möglichst vermeiden
  2. Schonhaltung einnehmen, versuchen, nicht an meine Beschwerden zu denken
  3. Beschwerden ignorieren, weitermachen wie bisher

TEST-AUFLÖSUNG

Schmerz im unteren Rücken tritt häufig beim untrainierten Typ A auf

Schmerz im unteren Rücken tritt häufig beim untrainierten Typ A auf

Eins vorweg: Sollten Sie den Test gemacht haben, ohne wirklich von Rückenschmerz geplagt zu sein, dann haben Sie sich in den Antworten wahrscheinlich nicht wiedergefunden. Denn: Sie machen in punkto Rücken offensichtlich alles richtig! Ansonsten gilt: Der am häufigsten angekreuzte Buchstabe steht für den Rückenschmerztyp, dem Sie am ehesten entsprechen.

Typ A: Der faule Rücken

Aufgrund von zu wenig Bewegung ist bei diesem Typ die Rumpfmuskulatur nicht mehr gut ausgebildet. Und ohne stützendes Muskelkorsett übertragen sich Belastungen aufs Rückgrat, Schmerzen sind die Folge. Tipp: Sie sollten für regelmäßige Bewegung im Alltag sorgen. Spaziergänge, Radtouren, sowie gezielter Muskelaufbau im Fitnesscenter stärken die Muskulatur und können bereits vorhandene Schmerzen lindern.

Typ B: Der gestresste Rücken

Belastungen im Alltag, privat oder im Job, wirken sich hier negativ auf Nacken und Wirbelsäule aus. Für diesen Rückenschmerztyp steht neben der Regelung der Stressursache vor allem körperliche Entspannung im Vordergrund. Lockerungsübungen und spezielle Entspannungstechniken lösen Verspannungen am besten. Gezielter Muskelaufbau wie bei Typ A stärkt den Rücken zusätzlich.

Typ C: Der überlastete Rücken

Sie haben es sicher gut gemeint - aberdennoch übertrieben! Ihr Rücken ist durch zuviel oder zu exzessiven Sportüberstrapaziert. Gerade untrainierten Menschen passiert es, dass sie sich am Anfang zu viel körperliche Aktivität zumuten. Hier gilt also: Weniger ist mehr. Regelmäßiges moderates Training, das für einen kontinuierlichen Muskelaufbau sorgt, ist angesagt. Sportarten wie Walken, Radfahren oder Inlineskaten etwa sind schonend für den Rücken und geeignet für Ungeübte.

 

Wichtig: Der Test ist keine medizinische Diagnose! Bei starken und anhaltenden Rückenbeschwerden sollte man zum Arzt gehen und Genaueres abklären.